BÜRGERVEREIN OBERRAD
 

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Ehrung der Oberräder des Jahres 

Viel Lob erhielt der Bürgerverein für die Idee des neuen Vorstands im Jahre 2000 die von der 1. Vorsitzenden, Andrea Dörnemann und dem 2. Vorsitzenden, Dr.Manfred Kappes, in die Tat umgesetzt wurde. Fast 20 Jahre nach der Gründung des Bürgervereins Oberrad wurden erstmals am 09. Dezember 2000 zwei herausragende Oberräder Persönlichkeiten von ihnen ausgezeichnet.

Für Rolf Müller als Kulturbeirat, war es eine besondere Ehre, die Laudatio zu halten. Dies hat er, wie auch in den nachfolgenden Jahren, sehr gerne übernommen. In seiner Ansprache im Jahre 2004 machte er wieder deutlich, worauf es ankommt. Schließlich werde nicht jeder Oberräder des Jahres, auch nicht, wenn er 50 Jahre im Stadtteil wohne. Es bedürfe besonderer Leistungen im sozialen und gesellschaftlichen Bereich.
 

 
Die Oberräder des Jahres in der Übersicht:

2017

Dieter Gaul

Im Laufe eines Lebens hat man neben der Familie einige echte Freunde auf die man sich in jeder Lebenslage verlassen kann. Dem folgt je nach Lebensalter ein großer Kreis von Bekannten aus Beruf oder begrenztem Wohnumfeld. Aus dem großstädtischen Kreis eines gesamten Stadtteils im Gegensatz zu einer Dorfgemeinschaft bedarf es noch weiterer Anstrengungen um Gemeinschaft zu pflegen. Hier bieten sich u.a. Vereine an, die nicht nur dem eigenen Nutzen dienen sondern auch die Möglichkeit auf gesamtstädtische Stadtteilinteressen bieten. Dort wirkt man mit und erweitert im erheblichen Maße seinen Bekanntenkreis und fördert das Gemeinschaftsgefühl für unseren Stadtteil. Genau diesen Weg ist unser diesjähriger Kandidat gegangen. Er ist 1956 in Frankfurt a. M. geboren und somit „waschechter Oberräder“. Er selbst sagt: „Ich war in diversen Oberräder Sportvereinen als aktiver Sportler zugange, habe dabei aber schon früh festgestellt, daß mir die Aufgabe als Vereinsfunktionär doch mehr liegt. Deshalb habe ich mich für ehrenamtliche Arbeit im Verein entschieden.“ Der BVO nimmt zur Kenntnis der Kandidat war von 1982-1996 im Vorstand der „Spvgg 05 Oberrad“. 1984 war er Gründungsmitglied des „Skiclub Oberrad“ und ist seit dieser Zeit auch ununterbrochen Kassierer des Vereins. 1987 war er Gründungsmitglied des „Vereinsrings Oberrad“ und bis 2017 auch ununterbrochen in der Vorstandarbeit des Vereinsrings als Kassierer tätig. 2005 erweiterte er seine Gründungsmitgliedschaften und förderte den „Heimat- und Geschichtsverein“ mit ans Tageslicht. Seit 2011 dient er auch hier als Kassierer, eine wichtige Funktion da man auch monatlich Miete zu erwirtschaften hat. Für alle diese ehrenamtlichen Tätigkeiten zum Wohle unseres Stadtteils Oberrad und seiner Mitbürger hat er im Jahre 2007 den „Ehrenbrief des Landes Hessen“ zu Recht erhalten. Dieser Ehrung schließen wir uns freudig und lobend für sein Wirken an. Der Vorstand des BVO ernennt einer Tradition folgend einstimmig Dieter Gaul zum „Oberräder des Jahres 2017“.

2016

Giovanni Lo Tempio

Der Vorstand des Bürgervereins Oberrad benennt für den diesjährigen Titel „Oberräder des Jahres“ Herrn Giovanni Lo Tempio.

Bisher war es bei diesen Titelverleihungen wichtig, dass der Geehrte nicht nur in Oberrad wohnhaft war, sondern auch zum Nutzen der Oberräder Bevölkerung herausragend tätig geworden ist.

Heute machen wir eine Ausnahme. Der in Frankfurt geborene Giovanni Lo Tempio blickt auf eine Abstammung von der wunderschönen Insel Sizilien zurück, ist ein herausragendes Beispiel einer gelungenen Integration und wohnt darüber hinaus zur Zeit nicht in Frankfurt, sondern in Offenbach.

Sein Wirken, das wir heute ehren, kommt allerdings ausschließlich der Oberräder Bevölkerung zugute. Dienst am Kunden und im Service ist für ihn nicht nur kein Fremdwort, sondern wird durch seine Person besonders intensiv und zuvorkommend gepflegt.

Bei seiner ersten Ausbildung als Restaurantfachmann im Frankfurter Fernsehturm hat er Service und ausgesprochene Freundlichkeit von der Pike auf gelernt.

Das Besondere an ihm ist jedoch, dass er es bis heute in einem vollkommen anderen Beruf – als Berufskraftfahrer – immer noch so beherzigt, dass es sich aus dem Üblichen und Gewohnten hervorhebt.

Mit der Einführung der Buslinien 81 und 82 wurde uns neben anderem auch der Service von Giovanni Lo Tempio zuteil.

Ihm genügt es nicht, zuverlässig, souverän und pünktlich seinen Bus durch die Straßen Oberrads zu bewegen, sondern Kommunikation und Hilfsbereitschaft in jeder Situation sind ihm besonders wichtig.

Wenn nötig mehrsprachig begrüßt er seine Fahrgäste, ist beim Ein- und Aussteigen den älteren, gesundheitlich eingeschränkten Mitfahrenden, stets behilflich.

Er hat immer ein freundliches Wort zu jedermann und kennt in Oberrad scheinbar mindestens die Hälfte der Bevölkerung. Mitfahrende Gäste sind es gewohnt, dass er während der Fahrt nicht nur sein Fahrtziel im Auge hat, sondern durch die Windschutzscheibe häufig andere Autofahrer begrüßt, die ihm gleichfalls freundlich zuwinken.

Dabei lässt er es nie an sicherer Fahrweise fehlen. Während man dem Durchschnittshessen eine gewisse Zurückhaltung im Umgang mit den Mitmenschen nachsagt, ist dies unserem Geehrten, obwohl „Frankfurter Bub“, immer anzumerken, dass er italienischer Abstammung ist und das Temperament, die Freundlichkeit, die Hilfsbereitschaft und das zuvorkommende Wesen, das ihm seine Eltern mitgegeben haben, nicht ablegen kann.

Zur Zeit ist Giovanni Lo Tempio arbeitsunfähig erkrankt und war mehrere Wochen nicht in Oberrad.

Es ist bezeichnend, dass bei einer kurzen Rücksprache mit dem Bürgerverein vor einer Woche vor dem Café am Buchrainplatz sich sofort eine Ansammlung von Menschen um ihn scharrte, die nicht demonstrieren wollten, sondern besorgt nachfragten, wann er endlich wieder zum Dienst kommt.

Es sei so langweilig ohne ihn. Selbstverständlich musste er, bevor er den Termin wahrnehmen konnte, überall Hände schütteln.

Giovanni Lo Tempio herzlichen Glückwunsch zum Oberräder des Jahres 2016 und baldige Genesung.

 

Paul Allerberger

Der Vorstand des Bürgervereins Oberrad benennt für den diesjährigen Titel „Oberräder des Jahres“ Herrn Paul Allerberger, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oberrad.

Bereits im letzten Jahr, als Peter Keller als Oberräder des Jahres vorgestellt wurde, sind wir bei der Berufung schon auf den Namen Paul Allerberger gestoßen., da beide Personen nicht unerheblich im Bereich des Karnevalsvereins Wespen zusammenarbeiten.

So war während der Vereinstätigkeit von Herrn Keller Paul Allerberger Sitzungspräsident im Karnevalsverein.

Wir wollen heute mit dieser Ehrung allerdings uns besonders der Tätigkeit im Rahmen der Feuerwehr Frankfurt zuwenden.

Paul Allerberger hat nach seiner Schulzeit im Jahre 1972 eine Ausbildung als Schaufenstergestalter beim Kaufhof an der Hauptwache ausgeübt.

1976 folgte eine zweite Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr in Frankfurt am Main.

Nach über 40-jähriger Tätigkeit ist er vor knapp drei Wochen in den Ruhestand aus Altersgründen versetzt worden.

Seit dem Jahre 1990 ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberrad tätig, 1993 zum Stellvertretenden Wehrführer berufen und ab 1997 Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Oberrad.

Es kommt nicht von ungefähr, dass damit zum dritten Mal ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr zum Oberräder des Jahres berufen wird.

Für den Laien ist es schon erstaunlich, dass nach einem beruflichen Arbeitstag sich unmittelbar die gleiche Tätigkeit freiwillig fortsetzt, wenn der Einsatz zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr erwünscht ist.

Neben dem segensreichen Tätigwerden in unserem Stadtteil als Feuerwehrmann bleibt jedoch hervorzuheben, dass der Wehrführer und seine Mannen auch für Sonderwünsche im Stadtteil immer zur Verfügung stehen.

Beim Stadtteilfest, beim Kerbeumzug, zum Weihnachtsmarkt auch als Sondertruppe für die elektrischen Anlagen des Weihnachtsbaumes und - was die Vereine in Oberrad betrifft -ganz besonders bei der Planung und Ausführung des Oberräder Vereinsbaumes.

Über viele Sitzungen des Vereinsrings Oberrad hat sich das Thema Vereinsbaum dahin gezogen, bis endlich Preis, Materialwahl, Gestaltung und Aufbau so weit auf Vorschlag von Paul Allerberger festgelegt waren und der Vereinsbaum im Jahre 2016 wiederum durch die Freiwillige Feuerwehr aufgestellt wurde.

Allen Kollegen an dieser Stelle auch nochmals recht herzlichen Dank.

Dass man als Feuerwehrbeamter auch im Katastrophenschutz notwendig ist hat der Geehrte erfahren, als er beim Hochwasser in der Tschechischen Republik in Prag mit eingesetzt war. Vor der bescheidenen Ehrung durch den Bürgerverein Oberrad hat Paul Allerberger bereits durch die Stadt Frankfurt für sein ehrenamtliches Tätigwerden die Römerplakette in allen Stufen erhalten.

Nach 25 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr wurde ihm darüber hinaus durch das Land Hessen in diesem Jahr das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande verliehen.

Wir sind sicher, dass Paul Allerberger nunmehr als Pensionär dem Freiwilligen Feuerwehrdienst zum Nutzen des Stadtteils Oberrad noch lange erhalten bleibt.

Herzlichen Glückwunsch zum „Oberräder des Jahres 2016“.

2015

Peter Keller

ist 1947 im Bürgerhospital Frankfurt a.M. geboren. 1954 zog die Familie Keller nach Oberrad, wo der junge Peter Keller in die Gruneliusschule eingeschult wurde. Seine gesamte Schulzeit absolvierte er dort bis zum freiwilligen neunten Schuljahr, das damals eingeführt wurde.

Nach seiner Schulzeit von 1963 bis 1966 wurde er zum Fernmeldemonteur bei der Firma Telefonbau & Normalzeit ausgebildet. Von Oktober 1967 bis April 1969 leistete er seinen Wehrdienst und war damals zu seiner „großen Freude“ der letzte Jahrgang, der noch 18 Monate Dienst in der Bundeswehr absolvieren „durfte“. Ab September 1969 besuchte er in Fortführung seiner Ausbildung die Technikerschule in Bad Homburg und später die Fachhochschule in Darmstadt. Nach Beendigung des Studiums wechselte er wieder in seinen alten Beruf zur Firma T & N und half mit bei der Entwicklung von Telefonanlagen, technischem Vertrieb im Ausland und Fertigungssteuerung.

Als Schüler und Jugendlicher nahm er sehr aktiv an Freizeitgestaltungen im Stadtteil Oberrad teil. Viele Jahre spielte er Fußball bei der Spielvereinigung Oberrad 05. Bei den Turnern war er auch im Handball tätig und war darüber hinaus viele Jahre Mitglied im Ersten Frankfurter Schwimmclub. Durch die mannigfaltigen sportlichen Betätigungen war er im Stadtteil Oberrad und darüber hinaus gut vernetzt.

Sein eigentliches Hobby war aber die Musik. Seine Großmutter, eine Opernsängerin, hat dazu wahrscheinlich beigetragen. Schon als Kind hatte er den Wunsch, Musik zu studieren. Bereits während der Schulzeit lernte er Akkordeon spielen und später auch Gitarre. Ein ordentlicher Beruf zum Broterwerb war jedoch wichtiger. So blieb das Musizieren Hobby.

1964 wurde er Mitglied bei der Karnevalsgesellschaft Wespen. Alle anderen Familienmitglieder waren bereits im Karnevalsverein, so dass diese Entscheidung für ihn zwangsläufig war. Dort mit musikalischem Talent aufzutreten war durchaus vorstellbar, jedoch war er auch zu Höherem berufen.

Es war der „Oberräder des Jahres 2004“ -  Franz Hühner, der ihn dazu animierte, auch als Vortragender in „die Bütt“ zu gehen. Offensichtlich haben die Mitglieder der Wespen das Talent von Peter Keller und seine Organisationskraft frühzeitig erkannt und ihn in den Jahren 1971 und 1972 zum Ministerpräsidenten der Karnevalsgesellschaft Wespen gewählt. Er war damals der jüngste Ministerpräsident eines Karnevalsvereins in Frankfurt a.M.

Aus beruflichen Gründen musste er diese ehrenamtliche Funktion ab 1973 aussetzen und kehrte erst 1988 wieder in seine ehrenamtliche Vereinsarbeit zurück. Von 1989 bis 1993 war er Vizepräsident bei der KGW, ab 1995 war er 14 Jahre lang als zweiter Schriftführer tätig. Das neue Jahrhundert führte ihn wieder ab dem Jahr 2001 in die Funktion des Ministerpräsidenten der Karnevalsgesellschaft Wespen. Ab dem Jahr 2009 war er auch deren Vorsitzender.
Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten übt er bis heute aus zum Nutzen des gesamten Vereins und der Oberräder Bevölkerung. Durch die Spitzenfunktionen in der Karnevalsgesellschaft gelangte er auch parallel zum Vereinsring Oberrad. Auch im Vereinsring wurde er zum Beisitzer im Vorstand und zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Seine Vorgänger in der Karnevalsgesellschaft haben über den Vereinszweck hinaus ab dem Jahr 1977 gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr die Wiederbelebung der „Oberräder Kerb“ übernommen, nachdem die Aktivitäten zugunsten der „Kerb“ immer weniger wurden.

Peter Keller übt diese erweiterte Arbeit des KGV bis zum heutigen Tage zum Nutzen der Oberräder Bevölkerung aus. Die Mithilfe bei Organisation und Durchführung der Kerb durch andere Vereine würde Peter Keller sehr freuen. Auch das Interesse der Oberräder Bevölkerung an der Kerb ist für die Zukunft noch erweiterungsfähig.
Dieser „Blumenstrauß“ von ehrenamtlichen Aktivitäten ist für ihn wichtig. Die Oberräder Bürger sind Nutznießer seines Schaffens über viele Jahrzehnte. Die Entscheidung zum Ehrentitel „Oberräder des Jahres“ ist dem Bürgervereinsvorstand nicht schwer gefallen. Wir beglückwünschen Peter Keller zu seiner neuen „Ehrenbezeichnung“.

 

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2014

Elke Winckler

zog 1976 mit ihrem Mann und 4 Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren nach Oberrad in die Glaserstraße, wo sie auch heute immer noch lebt. Der Zuzug erfolgte aus Würzburg, wo ihr soziales Wirken bereits begann. Bei 4 Kindern war es verständlich, dass die studierte Lehrerin zunächst Hausfrau war, bis der jüngste Sohn in die Gruneliusschule eingeschult wurde. Während der Kindergarten- und Schulzeit war es für sie selbstverständlich, sich im Elternbeirat der jeweiligen Einrichtung zu engagieren.

In den achtziger Jahren absolvierte sie eine weitere Ausbildung zur Altenbetreuerin und hat mit dieser Tätigkeit auch bis 1988 in der Hauspflege gewirkt. Im gleichen Zeitraum war sie Sozialpflegerin im Auftrag der Stadt Frankfurt und für die Sorgen und Nöte vieler Mitbürger aus unserem Stadtteil zuständig. Als praktizierende Christin hat Elke Winckler ab 1988 in der Erlösergemeinde unseres Stadtteils als Gemeindepädagogin eine neue Tätigkeit aufgenommen. Nicht zuletzt ab diesem Zeitpunkt war ihr Wirken in der evangelischen Kirche bis zum heutigen Tage besiegelt. Gruppenarbeit mit alten Menschen ihrer Gemeinde war ihr Alltag. Eingeweihte kennen die Schlagworte „Evergreens 55 +“, „Alter Nativ“ und „Kartenspielen“ sowie „Lesetreff“ in der Gemeindearbeit. In unterschiedlichster Zusammensetzung von Altenarbeit in der Gemeinde ist dieses Engagement von Elke Winckler bis zum heutigen Tage noch erhalten. Wir sind sicher, es wird auch ihre Bereits in Würzburg, so auch in Frankfurt, wurde sie vom zuständigen Gericht als ehrenamtlicher gesetzlicher Vormund für ältere Menschen berufen.     

Im Jahr 2001 beendete sie ihre berufliche Tätigkeit, ging in Rente und studierte ab diesem Zeitpunkt an der „Universität des dritten Lebensalters“ neben ihrer ehrenamtlichen Gemeindearbeit. In Geschichte und Literatur wollte sie ihr Wissen vervollkommnen. Ihr soziales Engagement und ihr Wunsch nach mehr sozialer Gerechtigkeit hat sie bereits in Würzburg zur Sozialdemokratischen Partei gebracht. Stummes Mitglied zu sein, war für sie jedoch nicht genug.

2002 kandidierte sie für den zuständigen Ortsbeirat unseres Stadtteils und wurde dort zwei Mal wiedergewählt. Die letzten Jahre politischen Wirkens in der Öffentlichkeit führten sie zum Amt der Ortsvorsteherin des Ortsbeirates 5 für die Stadtteile Niederrad, Sachsenhausen und Oberrad. In diesen Zeitabschnitt fallen auch zwei unabwendbare

Schicksalsschläge: 2004 stirbt ihr Mann und nur zwei Jahre später im Jahr 2006 ihr Sohn Jan. Diese Erfahrungen haben glücklicherweise nicht dazu geführt, dass sie sich zurückgezogen hat. Ihr segensreiches Wirken für die Allgemeinheit blieb weiter erhalten. Es ist nur folgerichtig, dass sie bei diesem hohen Engagement in ihrer sozialen Arbeit vor 35 Jahren auch den Weg zur Arbeiterwohlfahrt fand.

 

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2013

Volker Hartmann der sich neben seinem Beruf als diplomierter Sozialarbeiter im  Reha-Zentrum  Oberrad  für mehr Lebensqualität eingesetzt hat. Darin war er  immer der Erste in seinem Stadtteil Oberrad  zusammen mit vielen Gleichgesinnten.  Für die Interessengemeinschaften  "IG Dalles",   gegen die Stilllegung der Straßenbahn Linie 16  in Offenbach  die  "IG 16"  und ihm  ist das große Jubiläumsfest  2009  zu verdanken:  125 Jahre  1. elektrische Straßenbahn Deuschlands am  18. Februar 1884,  als diese  vor genau 125 Jahren in Frankfurt am Main  nach Oberrad Buchrainplatz fuhr.
Gegen den zunehmenden  Fluglärm gründete er  1995  die erste Fluglärminitiative, im Jahr  2000 die Wählergemeinschaft der Flughafenausbaugegner  "FAG", die ins Stadtparlarment einzog,  in Oberrad die  "WOFA"  Bürger für Wohnen ohne Fluglärm und Absturzbedrohnung. Eine Bewegung, die Menschen  über den Frankfurter Süden und Hessen hinaus bis nach Rheinland Pfalz zusammenschließt und die Tausende an den Montagsdemonstrationen durch den Frankfurter Flughafen vereint. Den Kontakt gibt es u. a. im Oberräder Fluglärmkiosk.  Das Wirken von Volker Hartmann und die Hingabe gilt nicht nur gestern und heute sondern für jetzt und die folgende Zeit.
Als langjähriges Vorstandsmitglied des Bürgervereins Oberrad ist er heute für Bebauung und Verkehr zuständig. Als ein Kämpfer nicht nur für Oberrad sondern für eine ganze Region hat er sich verdient gemacht.

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2012

Gärtnermeister Rainer Schecker aus der Oberräder Gärtnersiedlung Im Teller.
Mit 23 Jahren war er einer der jüngsten Gärtnermeister Deutschlands. 1997 übernahm er den elterlichen Betrieb. Er ist der 1. Bannenträger für das Frankfurter Nationalgericht, „Die Grie Sooß“.
2004 hat er mit anderen Oberräder Gärtnern den Verein zum Schutz der Grünen Soße gegründet. In seinen Feldern wachsen die 7 Kräuter für die „Grie Sooß“ (Schnittlauch, Sauerampfer, Kresse, Petersilie, Borasch, Kerbel, Pimpernelle).Das Bestreben ist seit Jahren, den patentierten Namensschutz vom Europäischen Patentamt zu erlangen. Die Ratschläge von Rainer Schecker im Hessischen Rundfunk und Fernsehen sind gefragt.
Er ist der beste Botschafter, den Oberrad sich wünschen kann.

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2011

Dieter Baier, Magistratsrat im Frankfurter Römer, wurde 1984 als 27-Jähriger jüngster Vorsitzender der Frankfurter Rudergesellschaft Oberrad und damit jüngster Vorsitzender eines Rudervereins in ganz Deutschland. Nach dem Tode von Konrad Weiss, der 49 Jahre lang erster Vorsitzender der FRGO von 1879 war, wurde Dieter Baier vom Trainer zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Mit 11 Jahren kam er zum Rudersport. Es begann eine Ära, die prägend für sein späteres Leben wurde. Die sportlichen Erfolge als Aktiver sind bedeutend: 205 Siege bei Regatten, 4 deutsche Meisterschaften in der U 23 Altersklasse, 2 Teilnahmen an WM's in der U 23 Altersklasse, 2 Teilnahmen an WM's in der Seniorenklasse. Er war Mitglied des Olympiakaders für die olympischen Spiele 1980 in Moskau. Doch es kam das Aus, weil die westlichen Staaten - auch die Bundesrepublik Deutschland - gegen das politische System der damaligen Sowjet Republik protestierten. Dieses Erlebnis war schlimm und einprägsam für den Sportler Dieter Baier.
Die FRGO ist unter seiner Führung Heimat für die ganz Jungen und die Ältergewordenen Ruderer geworden. Die ganze Familie ist eingespannt. Das Clubhaus der FRGO wurde Jahre durch freiwillige Hilfe vieler Clubmitglieder realisiert. Als Oberräder hat Dieter Baier viele Ehrungen erhalten.
Er hat sich für den Stadtteil verdient gemacht.

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2010

Christa Giar, Großhandelskauffrau, die nicht nur von Geburt an Oberräderin ist, sondern mit jeder Faser ihres Herzens. Ihre große Leidenschaft war schon in jungen Jahren der Gesang und 1984 gehörte sie zu den Gründern des Singkreis Frohsinn Oberrad, als Schriftführerin, 1. Vorsitzenden bis 1989 und dann 1. Vorsitzende bis heute. 1987 war sie Mitbegründerin des Vereinsrings, der 24 Oberräder Vereine bündelt und im Stadtverband Frankfurter Vereinsringe vertreten ist. Seit vielen Jahren ist sie Vorsitzende des Vereinsrings Oberrad, nach einer Unterbrechung und dem plötzlichen Tod von Manfred Dehm hat sie das Amt 2007 wieder übernommen. In der evangelischen Erlösergemeinde war sie über sieben Jahre Kirchenvorsteherin. Frau Giar hat im Stadtteil viel bewegt und große Verdienste errungen.

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2009

Herr Forstamtsrat a. D. Maximillian Schusser. Geboren 1921 im Egerland kam er nach seiner Vertreibung 1945 nach Frankfurt am Main und erhielt eine Anstellung als Revierförster/Oberförster. Von 1946 bis 1975 wohnte er im alten Forsthaus Oberrad in der Buchrainstraße. Der Stadtwald war zu 2/3 zerstört. In dem Chaos der daniederliegenden Waldflächen, um Bomdentrichter, Granaten und Blindgänger, mußte er aufräumen und eine große Aufbauleistung mit der Wiederaufforstung des Stadtwaldes erbringen.Personal fand er in einer Anzahl Frauen, die bei ihm in der kargen Zeit einen gerechten Lohn erhielten. Für sein schon damals gezeigtes großes soziales Engagement war er sehr beliebt. Ohne Max Schusser würde es den Stadtwald zwischen Oberrad und Niederrad in seiner heutigen Form nicht geben. In einem Artikel der "Senkenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Natur und Museum" schrieb er eine wissenschaftliche Abhandlung über den Ginkobaum. In seinem Garten findet man nicht nur den Ginko - direkt daneben steht der exotische, gigante Mammutbaum. Max Schusser hat Großes für den Stadtteil geleistet.

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2008

Professor Pater Dr. Rainer Koltermann S. J. von der Theologischen Hochschule St. Georgen,studierte Philosophie, Theologie, Naturwissenschaften, Biologie und schrieb seine Doktorarbeit über das Duftgeheimnis der Honigbienen. Er lehrte als Professor für Naturphilosophie in St. Georgen und Zoologie an der Universität in Mainz. Er war ein Lehrer aus Leidenschaft, hielt Vorträge in London, Krakau, Barcelona, Canberra Australien. Er hat für seinen geliebten Park in St. Georgen eine einzigartige Gehölzliste von ehemals 300 Sträuchern und Bäumen durch sein Engagement und die vielen Neuanpflanzungen auf 1 200 erstellt. Im Jahr 2000 übernahm er die kath. Herz-Jesu Gemeinde als Pfarrer. Die Arbeit mit Jugendlichen , die Gesprächskreise, die Alten-, Kranken- und Behindertenarbeit, aber auch die Verständigung zwischen den Konfessionen, lagen ihm am Herzen. Der aus Hinterpommern, heute Polen stammende 77 Jährige, der seit 50 Jahren hier lebt, hat sich in vielfältiger Weise für den Stadtteil Oberrad verdient gemacht und die Theologische Hochschule St. Georgen, die zwar in Sachsenhausen steht, ist durch die Balduinstraße mit Oberrad fest verbunden.

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2007

Nach der großen Feier zum 25jährigen Jubiläum im November 2006 wurde erst im Jahre 2007 mit Ute Widdra wieder eine Oberräderin des Jahres gewählt. Das ehrenamtliches Engagement der 71jährigen umfasst in 25 Jahren neben Sozialpflegerin und Sozialbezirksvorsteherin auch die Jahre als Schöffin am Landgericht, Schöffin am Verwaltungsgericht Frankfurt und ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgerichtshof Kassel.

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2006


wurde  kein  Oberräder des Jahres gewählt. Wir feierten das Jubiläum:  25 Jahre Bürgerverein Oberrad  1981 - 2006.

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2005

Wilhelmine Bigall, genannt Minni, in der Kleinen Speckgasse in Oberrad geboren, für ihre Arbeit in der Altenpflege, als ehrenamtliche Sozialpflegerin, Seniorenbeauftragte in Oberrad, 15 Jahre Zweite Vorsitzende der AWO und Leiterin der AWO-Gymnastikgruppe Oberrad.

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Rolf Müller, als Laudator bekannt für alle oben genannten Oberräderinnen und Oberräder des Jahres, wurde vom 1. Vorsitzenden des BVO, Günter Jung, geehrt. Neben seinem Engagement in 7 Oberräder Vereinen, als Urheber des Stadtteilkalenders "Oberrad Gestern", der vom Bürgerverein herausgegeben wird, für die umfangreichen Sammlungen aus Oberrad seit der Gründerzeit und für die Gründung des neuen Oberräder Heimat- und Geschichtsvereins, dessen Vorsitzender er ist.

2004

Marlies Rosenfelder, hat vor 30 Jahren die Laienspielgruppe Oberrad gegründet, in dieser Zeit als Vorsitzende über 250 Kinder für Spiel, Gesang und Theater begeistert und Franz Hühner, der 70 Jahre Oberräder Vereinsleben vorweisen kann, 63 Jahre bei der Rudergesellschaft, 48 Jahre bei der Karnevalsgesellschaft Wespen als Protokoller und Büttenredner immer nach dem Motto: Tu allen wohl und niemand weh"

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2003

Erich Schlauch, Sozialarbeiter, war Entwicklungshelfer, Leiter des Reha-Zentrums, ist Vorsitzender der AWO, war Stadtbezirksvorsteher in Oberrad, heute Stellvertreter und die Jugendfeuerwehr Oberrad aus 8 Mädchen und 8 Jungen, die im Frühjahr 2003 Tag und Nacht im Einsatz war und das Oberräder Ruderdorf vor der völligen Überflutung gerettet hat.

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2002

Anni Gerlach, 79 Jahre bei der TSG Oberrad, dazu im Institut für Sozialarbeit tätig und Robert Volk seit 65 Jahren Feuerwehrmann, Mitbegründer der Jugendfeuerwehr

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2001

die Malerin Philippine Schulz für ihre 292 Bilder vorwiegend aus Oberrad  (+ 2002) und  Friedrich Lauf, der die ausführliche Chronik über Oberrad verfasste.

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2000

die Ärztin Dr. med. Helene Babski, für ihr ehrenamtliches Engagement bei der Lazarus Wohnsitzlosen- Hilfe und Kurt Bambach, Oberräder Heimatdichter, der Mut macht trotz schwerer Krankheit mit seinen Büchern und Versen aus den täglichen Leben, die auch im Rundfunk und am Literaturtelefon zu hören sind.

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