BÜRGERVEREIN OBERRAD
 

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Oberräderin des Jahres 2004 Marlies Rosenfelder und Oberräder des Jahres 2009 Max Schusser sind gestorben

Mit großem Bedauern müssen wir Abschied nehmen von Maria Elisabeth - genannt Marlies - Rosenfelder, Oberräderin des Jahres 2004, gestorben am 5.März und nun jetzt auch von Max Schusser, Oberräder des Jahres 2009, gestorben am 23. April dieses Jahres.

 

Marlies Rosenfelder

Marlies Rosenfelder, vierfache Mutter, wurde von uns als Oberräderin des Jahres 2004 ausgezeichnet, da sie für den Stadtteil Oberrad unendlich viel Energie, Kraft und Engagement in die Kinder und Jugendarbeit investierte.
Über 30 Jahre wirkte sie als Gründerin bzw. als Vorsitzende der Laienspielgruppe Oberrad und förderte die Jüngsten in unserem Frankfurter Stadtteil Oberrad. Viele Oberräder Kinder und Jugendliche profitierten von Ihrer Güte und Herzlichkeit.
Für ihre herausragende Arbeit für das Gemeinwohl wurde sie vom Land Hessen ausgezeichnet und mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen geehrt.
Wer Marlies Rosenfelder kannte, mit ihr ein paar Worte wechselte, hat immer eine liebevolle, gütige und zuvorkommende Frau erlebt.
Wir behalten Marlies Rosenfelder als hochengagierte Oberräderin in bester Erinnerung.
Wir werden ihre menschliche Wärme und Herzlichkeit vermissen und ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Maximilian Schusser

Maximilian genannt Max Schusser, wurde 1921 in Marienbad/Egerland geboren. Er absolvierte die Preußische Forstschule und war bis Ende des 2. Weltkrieges Revierförster in Reichenberg/ Böhmen. 1945 aus Böhmen vertrieben, nahm er im selben Jahr eine Stelle beim Forstdienst Frankfurt an. Max Schusser wurde u.a. Oberräder des Jahres 2009, da er maßgeblich als erster Förster nach dem 2. Weltkrieg in Oberrad bzw. als Forstamtsrat die Aufforstung des Stadtwaldes vorantrieb und dabei soziales Engagement gegenüber der Oberräder Bevölkerung zeigte. In der kargen Zeit gab er insbesondere den Oberräder Frauen, die bei der  Anpflanzung der Bäume mitarbeiteten, „ Lohn und Brot“, was Max Schusser bei der Bevölkerung in Oberrad sehr beliebt machte, zumal das Entgelt der Arbeit auf Veranlassung von Max Schusser für die Frauen am Ende höher ausfiel als anfänglich vereinbart war.
Er lebte 73 Jahre lang, von 1946 an im Forsthaus und nach seiner Pensionierung 1981 innerhalb des Stadtteils Oberrad. Im alten Forsthaus bot Max Schusser seine fachkundigen, kostenlosen Führungen in seinem Garten am alten Oberräder Forsthaus an. Ihm waren der Dialog und die Vermittlung seiner Kenntnisse wichtig um Zusammenhänge in der Natur besser zu verstehen. Alle sollten von seinem Wissen profitieren.
Max Schusser hat die Natur sehr geliebt, insbesondere den Ginkobaum, über den er hochinteressante Artikel in naturwissenschaftlichen Schriften verfasste. Für ihn war der Ginkoblätter-Tee den er trank ein Quell für das Gehirn, wie er sagte. Seine Wirkung würde den Geist wachhalten. Dies konnte man auch bei Gesprächen mit ihm bis ins hohe Alter feststellen. Max Schusser hatte immer viel zu erzählen, man konnte ihm lange zuhören und war beeindruckt von seinem Wissen.
Obwohl er seiner Heimat dem Egerland bis zu seinem Tod eng verbunden war, hat er sich in Oberrad sehr wohl gefühlt. Kulinarisch überzeugten ihn in Oberrad insbesondere die Grüne Soße und der Apfelwein. Er kelterte sogar Apfelwein selbst und hatte im Gewölbe des Forsthauses sein eigenes Stöffche.
Wir werden Max Schusser, der nun im Alter von 97 Jahren verstarb, in seiner dem Menschen und der Natur zugewandten Art, die auch mit einem gewissen Humor in seinen Ausführungen verbunden war, sehr vermissen. Wir behalten Max Schusser als hochengagierten, kulturell interessierten und humorvollen Menschen in Erinnerung. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Siehe auch: FNP - Bürgerverein nimmt Abschied

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