Herbstausflug 2017

Liebe Mitglieder, Freunde, Bekannte, Oberräder Neubürger!


Der Bürgerverein Oberrad lädt Sie ganz herzlich ein zu unserem

H e r b s t a u s f l u g

am Samstag, den 02. September 2017 nach Bad Homburg.

 

Treffpunkt ist am Samstag dem 02.09. um 10.00 Uhr an der Haltestelle Buchrainplatz.

Abfahrt: Ersatzbus der Linie 16 bis zum Südbahnhof und Weiterfahrt mit der U 2 bis Bad Homburg Gonzenheim.


- Die Fahrt erfolgt mit günstiger Gruppenkarte -


Der Weg führt uns durch den Kurpark, in die Altstadt und zum Schloss.


Eine Mittagspause findet in der Gaststätte: Pizzeria IL GARGANO statt.


Nach einem schönen Spaziergang können wir uns beim Kaffeetrinken erholen.

 

Der Vorstand des Bürgervereins freut sich über eine rege Beteiligung.


Wir hoffen alle auf gutes Wetter und wünschen den Teilnehmern viel Spaß.

 

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

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Projekt O-City

Am 12. April ist es soweit, die Kinder des Schülerladens Tausendfüssler gewähren Einblick in ihre Traumstadt ‚O-City’.

Bereits im Januar wurden in einer Ersten Workshopphase die unterschiedlichsten Wünsche und Visionen gesammelt. Ab dem 3. April geht es dann an die Umsetzung. Wir alle sind schon gespannt! Ist in O-City Teleportation wirklich möglich? Ist O-City wirklich weich, warm und riecht nach Himbeere oder Karamell? Wird es in O-City ein Krankenhaus geben, in dem man sich wohlfühlen kann?

 

Projekt O City

 

Die Stadt O-City, die unter Leitung der Künstlergruppe red park und dem Schülerladen Tausendfüssler in den Osterferien skizziert wird, wird sicherlich phantatisch. Wir – der Bürgerverein Obberrad e.V. – freuen uns schon jetzt auf das Resultat und stehen unseren beiden Kooperationspartnern und den Kindern weiterhin unterstützend zur Seite.

 

Interessierte sind eingeladen die Stadt am 12. April von 15:30 bis 16:30h zu besuchen.

Wo: Saalbau Depot Oberrad, Offenbacher Landstraße 357, 60599 Frankfurt am Main

Wann: 12. April 2017, 15:30 bis 16:30 h

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Aktivitäten des Bürgervereins

Neben den Theaterveranstaltungen, der Konzertveranstaltung in diesem Jahr, diversen Museumsbesuchen und den sehr beliebten Ausflügen hat sich der Bürgerverein immer wieder mit der Verbesserung der Infrastruktur in unserem Stadtteil auseinandergesetzt. Neben verschiedenen kleineren Maßnahmen hat in den letzten Jahren die Neugestaltung des Buchrainplatzes in der Diskussion eine erhebliche Rolle gespielt. Sinnvolle zielgerichtete Objekte im öffentlichen Raum und eine freundlichere Gestaltung waren dabei maßgebend.

Da der Stadtteil Oberrad nach den Zerstörungen des letzten Krieges keinen nutzbaren Mittelpunkt vorgehalten hat, war die Schaffung einer verkehrsfreien Fläche mit Aufenthaltsqualität und Marktgeschehen sehr wünschenswert.

Es waren immer wieder unterschiedlichste Mitglieder des Bürgervereins, die zur Entwicklung und Ausgestaltung dieses neuen Ortsmittelpunktes beigetragen haben. Ein Teil der Wünsche und Forderungen wurde dabei auch durch die Stadt Frankfurt erfüllt.

Schon vor der Umgestaltung des Platzes gab es eine kleine Fläche eines Marktplatzes, die von unseren Mitgliedern diskutiert, geschaffen und auch mit Gewerbetreibenden in Betrieb gehalten wurde.

Als der Bebauungsplan für den neuen Buchrainplatz auf dieser Fläche einen Gebäudestandort festgelegt hat, konnte dieses Ansinnen erfolgreich abgewehrt werden mit der Zusage der Stadt Frankfurt, auf die Bebauung zu verzichten.

Ein Schandfleck war das alte Toilettengebäude, das leider keine städtische Sanierung erfahren hat. Unter aktiver Beteiligung der Oberräder Werkstätten wurde das ebäude zumindest von außen saniert. Unsere Aktivität hat zu einem besseren Stadtbild beigetragen.

Bei der Neuplanung für einen größeren Buchrainplatz waren auch Mitglieder des Bürgervereins beteiligt und mit einer Planung einverstanden, die allerdings später in der beschlossenen Form nie verwirklicht wurde. Besonders die Grünplanung wurde bei der Realisierung des Platzes erheblich eingeschränkt. Der Wunsch nach mehr Grün wird wohl in den Forderungen des Bürgervereins ein Dauerthema bleiben.

Positiv muss hier erwähnt werden, dass die Straßenplanung im Rahmen der Diskussion um den neuen Buchrainplatz durch die Stadt Frankfurt geändert wurde. Während die ursprüngliche Planung vorsah, die Gehwegbreite vor dem Eissalon auf Normalmaß einzuschränken, ist es durch unsere Diskussion gelungen, den Anteil des „Straßencafes“ durch Verlegung der Verkehrsführung zu erhalten.

Schon vor der Umbauphase des Buchrainplatzes hat der Bürgerverein die Forderung nach einem sogenannten Offenen Bücherschrank erhoben, was erfreulicherweise beim zuständigen Ortsbeirat auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Der Bücherschrank wird rege genutzt.

Während der Bauphase kam es zu einem längeren Baustop. Die bis dahin fertig gestellte Platzfläche hat erkennen lassen, dass Eintönigkeit zu befürchten ist. Unsere einfachen Vorschläge, beim Weiterbau mehr Abwechslung durch unterschiedlich farbige Plattenbeläge zu erzielen und dabei auch Aktivzonen (z.B. Schachbrett) zu schaffen, wurden von der Stadtplanung nicht akzeptiert.

Nach Fertigstellung des Platzes blieben noch viele Wünsche übrig, auf deren Verwirklichung wir weiterhin warten. Die Begrünung der Pergola ist dringend erforderlich, um dem massiv ausgefallenen Bauwerk mehr Charme und Farbe zu verleihen.

Die Fläche um die Gärtnerpumpe sollte nach unseren Vorstellungen gleichfalls eine Grünzone erhalten. Die vorhandene Kiesdecke ist eintönig und schwer zu reinigen. Die vorhandenen Ruhebänke in diesem Bereich verschlimmern das Problem intensiver Verschmutzung.

Auch die Straßenbahnhaltestelle hat auf Wunsch des BVO eine Erinnerung an die erste elektrische Straßenbahn in Frankfurt erhalten.

Mit der Eröffnung des neuen Platzes war auch für den Herbst 2013 das neue Toilettengebäude vorgesehen. Beabsichtigt war wieder ein gemauertes Bauwerk mit normalen sanitären Einrichtungen. Der Bürgerverein freut sich besonders, dass auf seinen Wunsch die Stadt Frankfurt Terminvorstellung und Realisierung geändert hat und eine automatische, selbstreinigende Toilette nunmehr errichtet, die den Bürgerwünschen eher gerecht wird.

Um das Stadtbild unseres Platzes freundlicher zu beeinflussen, hat der BVO angeregt, zwei Kunstwerke auf der Platzfläche zu realisieren. Der Oberräder Künstler Bernhard Jäger hat dazu einen Entwurf beigetragen, der die künstlerische Umrahmung des offenen Bücherschranks vorsieht. In Verhandlungen mit der Stadt ist dieser Wunsch leider nicht akzeptiert worden. Man pocht auf das einheitliche Erscheinen der inzwischen zahlreichen Bücherschränke. Die haptische Erfahrung zu vieler Einzelobjekte auf kleiner Gesamtfläche würde nach Meinung des städtischen Amtes überstrapaziert. Die Verkehrssicherungspflicht eines solchen Kunstwerks auf städtischem Grund sei nicht zu gewährleisten.

Das zweite Kunstobjekt ist eine lebensgroße Eichenholzplastik einer sogenannten „Gärtnerfrau“, die historische Bezüge des Gärtnerdorfes aufnimmt und durch den Frankfurter Künstler Meier-Uhl verwirklicht werden soll. Die Stadt Frankfurt hat dem Objekt zugestimmt und auch eine Fläche für den Standort benannt. Der Bürgerverein hatte zu einer Spendenaktion aufgerufen. Neben vielen Einzelbürgern haben alle Fraktionen des Ortsbeirates der Idee zugestimmt und einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro beschlossen.

Die Marktbeschicker haben sich inzwischen auf eine feste Zahl eingependelt. Wünschenswert wäre eine Erweiterung des Angebotes, z.B. ein Fisch-Stand, um den Markttag weiter zu beleben und damit auch dem zu beobachtenden Schließen mancher Einzelhandelsgeschäfte entgegenzuwirken. Da die gesamte Marktfläche größer ist als benötigt, wären auch erweiterte Aktivitäten an den Samstagen denkbar, wie z.B. ein Kinderflohmarkt.

Das Restaurant Depot müsste unbedingt wiederbelebt werden, um die Platzfläche zu bereichern. Dem Vernehmen nach gibt es Oberräder Investoren, die sich dieses Themas annehmen und die Chance eines Sommergartens auf der verkehrsfreien Fläche nutzen wollen. Wir sind sicher, alle Bürger sind an einem gediegenen Restaurant sehr interessiert. Wir hoffen auf eine Eröffnung im Jahr 2015.

Straßenmöbel (Bänke, Papierkörbe usw.) sollten an sinnvollen Stellen eine Ergänzung finden. Alte Standorte müssen manchmal überdacht werden. 

 

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Fluglärm und Prognosen

Die Landesregierung Hessen, genauer gesagt das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr unter Minister Al-Wazir hat im Jahr 2015 überprüft bzw. überprüfen lassen, ob ein zusätzliches Terminal 3 aufgrund der unten aufgeführten Bedarfsprüfung des Ministeriums mit den überzogenen Prognosewerten überhaupt erforderlich ist.

 

Terminal 3 Bedarfsprüfung - Wie ist die Ausgangssituation?

- Das Terminal ist im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses 2007 zum Ausbau des Frankfurter Flughafens planfestgestellt worden.

 

- Das Bundesverwaltungsgericht hat den Beschluss im Rahmen der Musterverfahren grundsätzlich bestätigt. Dies kann seitens des Landes nicht einseitig rückgängig gemacht werden. -Koalitionsvertrag: Koalition hält Bedarfsprüfung des Bauvorhabens für erforderlich. Ziel: Solange wie möglich mit ökonomisch vertretbaren Alternativen zum Bau eines dritten Terminals reagieren.

 

- Die Fraport AG hat kurz vor der Landtagswahl im September 2013 den Bauantrag für das T3 eingereicht. Die Stadt Frankfurt hat diesen Antrag aus Sicht der Baubehörde geprüft und 2014 die Baugenehmigung für T3 erteilt.

 

- Land und Stadt Frankfurt haben den Konsortialvertrag- wie im Koalitionsvertrag angestrebt- geändert.

 

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Worum geht es bei der Bedarfsprüfung durch das Land?

Die Fraport AG hat im September 2014 eine eigene Bedarfsprüfung vorgelegt. Die Fraport Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass der Bau von T3 notwendig ist.

 

- Wir wollen als größter Anteilseigner des Frankfurter Flughafens, dass unsere Unternehmensbeteiligung(aktueller Wert: ca. 1,5 Milliarden Euro) bestmöglich wahrgenommen wird. Die vom Landbeauftragten externen Sachverständigen haben daher eine qualitätssichernde Überprüfung der von der Fraport vorgelegten Gutachten durchgeführt.

 

-Dabei ging es insbesondere darum die Prognosezahlen(Passagieraufkommen und Flugbewegungen) und die von Fraport vorgelegten Kapazitätserweiterungen kritisch zu würdigen.

 

Wie sind die Rahmenbedingungen? Ab wann ist eine Kapazitätserweiterung notwendig?

Grenzkapazität: Mit der vorhandenen Infrastruktur können laut Fraport max. 64-68 Mio Passagiere pro Jahr abgefertigt werden.

 

-Diese Grenzkapazität (68Mio. Pax) wird laut Planungsflugplan im Jahr 2021 erreicht.

 

- Daraus ergibt sich ein rechnerischer Bedarf von max. 49 Gebäudeabfertigungspositionen für Großraumflugzeuge. Aktuell stehen jedoch lediglich 42 Gebäudeabfertigungspositionen für Großraumflugzeuge zur Verfügung.

 

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Zu welchem Ergebnis kommen die qualitätssichernden Gutachten von Fraport?

- Die von Fraport vorgelegten Prognosegutachten und die zugrunde liegende Berechnungsmethodik entsprechen den anerkannten Regeln der Wissneschaft. In den Prognosen werden also nicht nur Trends linear fortgeschrieben, sondern umfangreiche Betrachtungen verschiedener Einflussfaktoren (Nachfrageentwicklung, Entwicklung der Ticketpreise, Konkurrenzstandorte, etc.) vorgenommen.

 

ABER:

-Die Prognosen sind in einem hohen Maße abhängig von der Entwicklung der Bruttoinlandsprodukts(BIP). Hier arbeiten die Gutachter mit optimistischen Annahmen.

 

- Die Fraport Gutachter nicht mit verschiedenen Szenarien (best/worst case). Stattdessen gehen sie von weitgehend ungestörten und optimalen Entwicklungen aus. Beispielhafte Modellrechnungen, wie sich steigende Ticket- oder Ölpreise, bzw. ein sich verschlechternde wirtschaftliche Entwicklung auf die Passagier- und Flugbewegungszahlen auswirken, fanden nicht statt.

 

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Zu welchem Ergebnis kommen die qualitätssichernden Gutachten von Intraplan?

Die Intraplan –Gutachter weichen zudem ohne Abgabe von Gründen- bei der Prognose 2021-2025 von den prognostizierten Basiswerten der Wirtschaftsinstitute nach oben ab. Die Annahmen sind also optimistischer als es die wissenschaftliche Datengrundlage hergibt.

 

In beiden Fraport Unterlagen fehlt der Nachweis, dass die verwendeten Modelle zumindest für die Vergangenheit nachprüfbar richtige Ergebnisse geliefert hätten.

 

Diese sogenannte Kalibrierung dient dazu nachzuweisen, dass ein Modell mit den bekannten (wirtschaftlichen) Kennzahlen aus der Vergangenheit (bspw. Ticket- oder Ölpreis, BIP aus den Jahren 2010-2012) die weitere Entwicklung der Passagier-und Flugbewegungszahlen (hier: 2013-2014) zutreffend vorhergesagt hätte. Die Dokumentation der Kalibrierung fehlt in beiden Fraport-Gutachten, obwohl dies wissenschaftlicher Standart ist. Das Fehlen dieser Dokumentation nennen die qualitätssichernden Gutachter „unverständlich“ und „einer der größten Kritikpunkte beider Studien“.

 

Kurzum: Der Nachweis, dass die Prognosemodelle zumindest für das letzte Jahr valide Ergebnisse geliefert hätte, wird nicht erbracht.

 

Wie belastbar sind also die von der Fraport vorgelegten Prognosezahlen?

Die Fraport-Gutachten entsprechen dem üblichen Vorgehen bei der Erstellung von Luftverkehrsprognosen. Es gibt allerdings Schwächen (fehlende Szenarienbetrachtung, optimistische Eingangsdaten, fehlender Nachweis der Kalibrierung).

 

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass sich frühere Prognosegutachten zur Entwicklung des Luftverkehrs teilweise als zu optimistisch herausgestellt haben, stellt sich die Frage, ob auf der Grundlage der vorhergesagten Verkehrs- und Passagierentwicklung zum jetzigen Zeitpunkt eine große Investition wie der Bau des T3 angemessen ist.

 

Gibt es andere Möglichkeiten die Abfertigungsqualität und den Komfort am Flughafen zu erhöhen?

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt Alternativen zum T3( bspw. A-Plus Nord oder Flugsteig C neu), um die Qualität der Passagierabfertigung zu erhöhen.

 

Die Alternative können steigende Fluggastzahlen allerdings nur in begrenztem Umfang auffangen. Sie sind jedoch deutlich günstiger als der Bau eines neuen Terminals.

 

Eine Kombination aus den Erweiterungen A Plus-Nord und Flugsteig C neu würde gleichwohl die Abfertigungsqualität und den Komfort erhöhen, auch wenn beide Alternativen deutlich hinter den Kapazitätserweiterungen von T3 zurückbleiben.

 

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Schlussbemerkung :

 

Bei der gesamten Bedarfsprüfung durch Minister Al-Wazir wird deutlich, dass sämtliche Prognosezahlen überhöht und wie Minister Al-Wazir sagt deutlich zu optimistisch sind. Er spricht auch davon, dass die Prognosemodelle zumindest für das letzte Jahr den Nachweis für valide Ergebnisse nicht erbracht haben.

 

Durch die seit 2011 in Betrieb genommene zusätzliche Landebahn hat sich der Schallpegel allein durch Verschiebung von Landungen hier nach Oberrad um das fast 3-fache Maß erhöht (von 51 auf 59 dB). Soll nun das T3 fertig gestellt und voll ausgelastet sein ist ein Anwachsen des Schallpegels in größerem Maß zu erwarten.

 

Sollte aber dieses Konzept eines Einkaufszentrums mit angegliedertem Flugbetrieb (O-Ton Fraport) nicht aufgehen haben wir zwar nicht noch viel mehr Fluglärm aber als hessische Steuerzahler die exorbitanten Kosten in Milliardenhöhe zu tragen.

 

Ein Drehkreuz mitten im Wohngebiet ist kein zukunftsfähiges Konzept.

 

Für weitere Informationen bzgl. Flughafenausbau/Norah-Studie/Lärmobergrenz hier die beiden links zum

1. Bundnis der Bürgerinitiativen www.Flughafen-bi.de

2. Hessisches Ministerium für Wirtschaft und Verkehr www.wirtschaft.hessen.de

 

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